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Herr
Tatschl |
Herr
Zontsich |
Herr
Joszt |
Diese
vier Zeitzeugen erklärten sich bereit uns etwas über die Geschichte
des Oberpullendorfer Steinbruchs zu erzählen.
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Herr
Joos |
Geschichte des Oberpullendorfer
Steinbruchs
Nur
mehr zwei riesige Betonklötze weisen darauf hin, dass dieser idyllische
Ort einst alles andere als romantisch war. Ab dem Jahr 1938 wurde Basalt
abgebaut. Dort, wo jetzt die beiden noch sichtbaren 2m hohen Restbestände
stehen, war ein Silo mit zwei Förderbändern errichtet. Vom Gleis
der Bundesbahn liefen Schienen bis dorthin. Im Silo selbst befanden sich
Basaltbrocken in verschiedenen Größen. Der Basalt wurde zu
den diversen Flugplätzen gebracht, während der Abfall für
Nebenstrassen verwendet wurde.
Anfangs waren ca. 50 Personen beschäftigt, nach Kriegsausbruch jedoch
belief sich die Zahl der Arbeiter auf ca. 200. Es waren vor allem Gefangene
(aus Frankreich, England und zuletzt aus Russland), die hier täglich
von 7 bis 19 Uhr arbeiteten. Vom Dörfler Meierhof, wo sie einquartiert
waren, marschierten sie täglich zum Steinbruch.
Beim Abbau dürfte eine Stelle angebohrt worden sein, wo Grundwasser
fontänengleich aus dem Gestein drang. Die Stellen, wo immer wieder
Wasser heraussickerte, mussten immer wieder ausgepumpt werden. Als dann
bei Kriegsende die Arbeit eingestellt wurde, war der entstandene Teich
zum Baden geradezu ideal, obwohl Unmengen von Krebsen so manchen Schwimmer
verscheuchten.
Bald danach gelangte der Steinbruch in Privatbesitz, wurde von der Sportfischergemeinschaft
gepachtet und eingezäunt. Seit 1998 ist dieses Juwel von Landschaft
im Frühling eine wundervolle Open-Air-Galerie für Keramische
Bildhauer.
Künstler und Publikum lieben diesen Platz. Aber auch viele seltene
Falter, die man fast nirgends mehr findet, kann man hier entdecken. Ein
ideales Stück Erde für Flora und Fauna mit Seltenheitswert.
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